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Kürbiss-Sahne-Suppe,
Foie grasse, Käse-Variationen,
Mousse au chocolat, drei Gläser Rotwein…

So ein französisches Menü lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen, aber im nächsten Moment meldet sich schon unser schlechtes Gewissen:
„Zu viel Fett, zu viel Fleisch, zu viel Alkohol und zu wenig Ballaststoffe.“

 

Die Ernährungsmedizin hat weit mehr zu bieten, als solche baukastenartigen Plattitüden.
Wie sollte man sich mit diesen einfachen Antworten erklären lassen, dass trotz der bekannten fetthaltigen französischen Küche die Rate für Herzkreislauferkrankungen in Frankreich eine der niedrigsten in Europa ist (sogenanntes französisches Paradoxon).

Die Aufgabe des Ernährungsmediziners ist es, sein Wissen individuell auf den Einzelnen anzuwenden.

Natürlich beeinflusst das, was wir essen unseren Stoffwechsel und kann – das wissen wir alle – Zivilisationskrankheiten entstehen lassen. Deren Ursache aber nicht allein unsere Ernährungsgewohnheiten sind, sondern ebenso unser Lebensstil: wie der Umgang mit Stress, unsere Art der Bewegung und und und.

Unsere Ernährungsmedizin
  • Abklärung von Diabetes mellitus
  • Prävention von Diabetes mellitus
  • Ernährungsmedizinische Beratung (z.B. bei COPD)
  • Dysbiose-Abklärung/ Therapie
  • Laktoseunverträglichkeitsberatung
  • Beratung zur Gewichtsreduktion
  • Ernährungstherapie bei konsumierenden Erkrankungen
  • Immunonutrition
  • Vitaminmangelabklärung/ Therapie

Diesen Aspekt nimmt die Ernährungsmedizin auf und ist in diesem Sinne eine fachübergreifende Disziplin. Sie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Ernährung und der Körperphysiologie.

Die Ernährungstherapie: vorwiegend präventiv

In der Ernährungstherapie handelt sie in erster Linie präventiv: sie erkennt sowohl schädigende wie fördernde Wirkungen unser Nahrungsmittel und setzt sie in Relation zu unserer individuellen Art zu leben.
Sie bedient sich sowohl der Weisheit der Volksmedizin (z.B. Zimt und Ingwer als Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten), wie modernen Erkenntnissen wie der Dysbiose des Darmes (Störung der Darmflora) und der Entstehung von Maldigestionssymptomen (Verdauungsstörungen).

Den Kontext der Ernährungsmedizin habe ich bereits während meiner klinischen Ausbildung kennen gelernt. Sowohl in der Geriatrie als auch in der intensivmedizinischen Therapie wie im chirurgischem Setting ist sie von enormer Bedeutung. Ich habe zusätzlich zum allgemeinen Curriculum die Zusatzqualifikation „ Ernährungsmedizin“ erworben und sehe dies als einen wichtigen Baustein in einer umfassenden medizinischen Versorgung.